Kirchenkreis zeichnet Jugendliche aus

Seit 10 Jahren: „Jugendgottesdienst mit Verleihung des Kreuzes auf der Weltkugel“

Zwei Mädchen suchen nach dem richtigen Weg… Zwei Jungs kommen mit ihrem roten Auto vorbeigefahren und sammeln die Mädchen ein. Gemeinsam fahren sie suchend durch die Kirche und seppen sich durch das Radioprogramm. Irgendwann haben sie ihr Ziel gefunden und sind angekommen: der Jugendgottesdienst beginnt!

Maps for life – zu diesem Thema hat sich der KKJK-Vorstand Gedanken gemacht und den Gottesdienst gestaltet. Es gibt vier Mitmach-Stationen, an denen sich die Gottesdienstbesucher ausprobieren können. Man kann in den Rückspiegel schauen und darüber nachdenken, was man schon Positives auf seiner Lebensreise erlebt hat. Die negativen Erfahrungen kann man in einen Koffer packen und somit den Ballast loswerden. Auf dem Rückweg dieser Station helfen einem Reflektoren, den Weg zu finden.

Gedanken können sich die Jugendlichen auch über ihre Ziele machen. Was ist ihnen wichtig? Der Schulabschluss oder doch das Geld? Familie oder Karriere? Zwischen zehn „Schlagwort-Zielen“ haben sie die Möglichkeit zu wählen. 

Nach soviel Action darf auch Rast gemacht werden. Bei Kugelkreuz-Broten, Weintrauben und Käse darf innegehalten und gequatscht werden. Wer dann noch einen Sanipray-Bon zieht, hat alle Stationen mitgemacht.

Diese gemeinsame Aktivität im Gottesdienst steht auch dafür, dass die Jugendlichen in ihren Gemeinden und im Kirchenkreis viel anstoßen und machen. Um diesem Engagement Wertschätzung entgegen zu bringen bekamen in diesem Jahr 14 Jugendliche aus dem gesamten Kirchenkreis das Kreuz auf der Weltkugel – das Zeichen der Evangelischen Jugend.

Seit zehn Jahren gibt es diesen traditionellen Jugendgottesdienst am Volkstrauertag und seit zehn Jahren begleitet Pastor Anselm Stuckenberg diese Gottesdienste musikalisch. Hierfür gründet sich vorab immer eine kleine Projektband. Die hat es in sich und wenn sie loslegen, dann schallt immer ein „Zugabe“ aus der Gemeinde.

Mehr Infos auf der Seite des Kirchenkreises:

https://www.kirchenkreis-laatzen-springe.de/jugend/gottesdienste/Engel-Undercover

Mehr lesen im Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung:

https://www.haz.de/Umland/Pattensen/Pattensen-Kirchengemeinde-verleiht-in-Pattensen-zum-zehnten-Mal-das-Kreuz-auf-der-Weltkugel

Das war ein besonderer Abendgottesdienst am 10.11.2019

Das war ein emotionaler und besonderer Abendgottesdienst am Sonntag dem 10. November 2019 in der St. Marienkirche. In einem dystopischen Theaterstück wurde den fast 100 Gottesdienstteilnehmern eine Zukunft aufgezeigt, in der die Kirchen geschlossen blieben, da es keine Besucher der Gottesdienste mehr gab. Dass das Stück die Anwesenden berührt und zum Nachdenken angeregt hatte, zeigte die Diskussion bei der nach Abendgottesdienst üblichen Zusammenkunft bei Brot, Wasser und Gemeinschaft. Für alle, die leider nicht teilnehmen konnten, gibt es hier noch mal eine kurze Zusammenfassung.

18.00 Uhr, die Glocken verklingen und das Licht wird ausgeschaltet. Es ist dunkel, alle sind still.

Durch den Seiteneingang sieht man den Schein einer Taschenlampe funkeln. Sie leuchtet in den Kirchenraum.

Die Tür wird rumpelnd geöffnet und eine Gestalt, schwarz mit Kapuze und Mundschutz, kommt herein und sieht sich ehrfurchtsvoll um.

Die Gestalt beleuchtet den Altarraum, die Decke und ruft jemanden zu sich. Die Kirche ist seit Jahren leer und verlassen.

Staub auf der Brüstung, Steine auf den Treppen….

Die Gestalt nimmt die Kapuze und den Mundschutz ab und sucht den Lichtschalter. Es funktioniert noch und das Kirchenschiff hat Licht.

Die zweite Person, ein Kind, kommt ängstlich herein und läuft schutzsuchend zu der viel älteren Person, die freundlich erklärt, dass man hier keine Angst haben muss, das ist das Haus Gottes.

So entsteht ein Dialog zwischen dem unwissenden Kind und der Frau. Dabei wird erzählt, dass man früher hier Sonntags mit vielen Menschen gefeiert, Gott gelobt und gebetet hat. Kinder wurden getauft, Menschen verabschiedet und in der Gemeinschaft war niemand allein, der das nicht wollte.

Da aber nun der Sonntag ein Arbeitstag ist und keiner mehr Geld für Religion gab wurden durch die Sparmaßnahmen die Kirchen vor Jahren für immer geschlossen.

Das Kind stellt immer mehr Fragen und die alte Frau beantwortet diese überzeugt von der Sache und mit einer unbändigen Begeisterung.

Man probiert die Orgel aus und nach ein paar schrägen Tönen erklingt das erste Lied: Wo zwei oder drei in meinem Namen…

Die Gemeinde singt mit.

Es wird über Glück, Dankbarkeit, das Leben Jesu gesprochen, den Halt in der Gemeinschaft und über Martin Luther, der die Sprache der Menschen gesprochen hat und so die Kirche reformiert hat. In dem Dialog der beiden Darsteller, dass man nicht in den mittelalterlichen Mustern bleiben konnte, die alt, dunkel, verstaubt und nicht mehr zeitgemäß waren.

Junge Menschen hatten auch schon damals eine andere Vorstellung von Gottesdiensten, aber darauf konnte man sich nicht einigen.

Die Menschen blieben sodann einfach weg und vergaßen diese wertvolle Möglichkeit friedlich zu leben.

Zwischendurch spielt die Orgel weitere Lieder. In der Zeit erstarrten die Darsteller, denn sie stellten sich vor, wie es ist, wenn die Kirche voller Menschen ist und alle mitsingen.

Nach dem letzten Lied hört man vom Turm aus weitere Stimmen. Eine Gruppe Menschen hat sich versteckt und zugehört. Sie werden von der alten Frau im Gang abgeholt und eingeladen gemeinsam zu beten.

Im Altarraum versammelt sie die “neue“ Gemeinschaft, es werden Fürbitten formuliert, die persönlich, aber auch an alle Menschen gerichtet sind und um neuen Mut für neue Wege bitten.

Dazu stand die ganze Gemeinde in ihren Bänken.

Zum Vater unser erscheint der Pastor, betete mit der Gemeinschaft, sprach den Segen und alle Darsteller erstarren.

Die Gemeinde setzte sich.

Nur die Frau, die alte Christin aus der Zukunft, geht in das Kirchenschiff. Sie spricht die Gemeinde nun direkt an. An Hand der Postkarte, die ein Kreuz als Spiegel hat, bittet sie die Gottesdienstteilnehmer auf das Kreuz zu schauen. Das, was sie da sehen ist die einzige Hoffnung so eine Zukunft zu verhindern.

Im Anschluss spielte die Orgel „Oh happy Day“ und viele Besucher kamen noch auf ein Gespräch zusammen. Man war sich einig, dass dies ein wirklich gelungener Gottesdienst der anderen Art war. Einer mit berührenden Momenten und einer zum Nachndenken. Einer, der eine Botschaft vermittelt hat.

Konzert am Nikolaustag

FONS VITAE STRING QUINTETT

Fons Vitae (aus dem Lateinischen „die Quelle des Lebens“)- dieser Name bezeichnet am besten die jungen Musiker deren Leben ohne Musik nicht dergleichen wäre. Das Streichquintett; Marta Gadzina (I Geige), Weronika Bagniewska (II Geige), Maria Magdalena Wożniak (Bratsche), Ignacy Krzemiński-Iwan (Cello) und Samuel Piękoś (Kontrabass), setzt sich aus Studenten zweier Musikhochschulen, der Posener Ignacy Jan Paderewski und der Krakauer Musikhochschule zusammen, wo Sie unter dem Auge renommierter Professoren sich weiterbilden. Somit kommt in einem Ensemble ein musikalischer Dialog zwischen zwei polnischen Woiwodschaften, Niederpolen und Großpolen, zu Stande. Die begabten Musiker sind Preisträger zahlreicher nationaler sowie internationaler Wettbewerbe, um hier nur einige zu nennen; Festival der modernen Musik „Srebrna Szybka” in Krakau, „Talents of Europe” in Dolny Kubin, XIV Internationaler Georg Philipp Telemann Geigenwettbewerb in Posen, 7 ° Concorso Internationale Giovani Musicisti Premio „Antonio Salieri” in Legnano, 41. Nationaler Bachwettbewerb in Grünberg, „3. Alfred-Csammer-Wetbewerb” in Karlsruhe , VIII Nationaler Kontrabasswettbewerb in Mielec, „Vienna International Arts Festival” in Wien.

Als Quintett führen Sie eine aktive Konzerttätigkeit auf polnischen und deutschen Boden und fördern somit die Schönheit der Streichermusik, spielen ebenfalls bekannte Stücke in speziell für Sie angefertigten Arrangements, bei welchen der Hörer die bunte Klangpalette von kleinesten bis zum größten Streichinstrument genießen kann.

Im Dezember diesen Jahres erscheint deren erste CD, aufgenommen mit Solisten der Staatsoper Hannover, der Organistin und Akkordeonistin Monika Swiechowicz und dem Fagotisten Witold Furmanowicz.

Ausfall des Konzertes am 3.11.19

Bitte beachten Sie, dass das angekündigte Konzert der Laatzener Organistin Monika Swiechowicz am 3.11., 18 Uhr in St. Marien leider ausfällt. Ein Ersatztermin ist noch nicht bekannt.

Kirchweihfest

Verehrte Lesende,

hier noch die Gedanken des Vorsitzenden der Kirchenvorstandes zur 60-jährigen Kirchweihe

60 Jahre Kirchweihe Grasdorf

In 2019 jährt sich die Kirchweihe der St. Marienkirche zu Grasdorf zum 60ten Mal. Grund genug, dies am 19.09. um 18 Uhr mit einem besonderen Ereignis zu würdigen. Also merken Sie sich diesen Termin gern schon einmal vor. Wir haben ein paar Zeitzeugen befragt, die seit der 30-jährigen Kirchweihe unsere Gemeinde begleitet haben. Hier die Gedanken des 1. Vorsitzenden Ralph Beerbom. Auf unserem Internetauftritt (www.sankt-marien-grasdorf.de) lesen Sie gern weitere Gedanken von unserem Superintendent Brandes, dem langjährigen Kirchenvorstand Jürgen Kayser, Pastor Busse sowie Pastor Straeck.

Liebe Gemeinde und Nachbargemeinden,

seit ca. dem 4. Jahrhundert werden Gebäude / Kirchen feierlich seiner liturgischen Nutzung übergeben. In diesem Jahr erinnern wir uns in Grasdorf daran, als vor 60 Jahren unsere zerstörte und wieder aufgebaute Kirche feierlich geweiht und in Gänze seiner Nutzung übergeben wurde.

Die St. Marienkirche wurde 1736 erbaut und im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Dem ehrgeizigen Willen der Gemeinde ist es zu danken, dass unmittelbar nach Kriegsende mit dem Wiederaufbau der Kirche begonnen wurde. Vor allem, da nicht nur die Kirche sondern auch fast alle anderen Häuser in Grasdorf zerstört waren und die Bewohner auch Ihre eigenen Häuser wieder aufbauen mussten.

Trotz dieser extremen Schwierigkeiten, welche die Nachkriegszeit prägten, wurde es mit diesem Ehrgeiz und Gottes Hilfe geschafft, am 10. April 1949 einen Konfirmationsgottesdienst in der Kirche zu feiern. Die Kirche war noch nicht vollständig fertig… u.a. wurde die Glocke geliehen und der Fussboden fehlte noch. Auch durch die Währungsreform waren die finanziellen Mittel sehr begrenzt. Viele Arbeiten wurden später durch materielle Spenden weiter geführt. Historische Dokumente dazu, finden Sie auf unserer Website.

Wir vom Kirchenvorstand sind sehr stolz auf die damals beteiligten Bürger und deren Familien, Flüchtlinge welche die Mauern der Kirche mit aufgebaut haben, Firmen die unsere Gemeinde unterstützt haben und all denen die sonst noch zum Wiederaufbau beigetragen haben. Unsere Kirche ist heute ein lebendiger und offener Mittelpunkt in unserer Gemeinde ist. Allen gebührt unsere größtmögliche Anerkennung.

Zitat des Kirchenvorstand vom 03. Juni 1949…

„Bittet, so wird Euch gegeben…“ / Matthaeus 7

Unser Dank gilt auch denen, die sich auch heute mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement in unserer Gemeinde engagieren, die uns durch Spenden und uns auch finanziell unterstützen wie u.a. die Stiftung Ev. Dorfkirche St. Marien. So ist es unserer Gemeinde heute noch möglich, notwendige Projekte rund um die „Kirche“ umsetzten zu können.

St. Marien, wir wünschen Dir, bleib mit Gottes Kraft noch lange unsere offene, lebendige Dorfkirche.

„…suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ / Matthaeus 7

Ralph Beerbom

Kirchenvorstand -Vorsitzender-